ProPereFHWS

Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Herausforderungen der Hochschule

Bis zum Jahr 2027 müssen mindestens 85 Professuren an der FHWS besetzt werden. Durch die Hightech-Agenda werden in ganz Bayern 1 000 neue Stellen für Professuren geschaffen. Damit steht die FHWS in Konkurrenz zu anderen Hochschulen in der Gewinnung von Expertinnen und Experten.

Eine Herausforderung stellen dabei die beiden, ca. 40 km entfernt liegenden Standorte dar. Der kleinere Standort Schweinfurt punktet durch seine innovativen und technisch anspruchsvollen Studiengänge, liegt aber in Konkurrenz zu größeren und geographisch attraktiveren Hochschulen. In Würzburg steht die FHWS trotz ihres 50-jährigen Bestehens in der Region noch immer im Schatten der dort ansässigen Julius-Maximilians-Universität und wird häufig mit ihr verwechselt.

Mit der Stärken-Schwächen-Analyse hat sich das Potential der Hochschule als Studienort und international vernetzte Arbeitgeberin herausgebildet. Optimierungsbedürftig dagegen sind die Themenfelder Außendarstellung, Nachwuchsförderung und Familienfreundlichkeit.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Eine wesentliche Zielsetzung ist es, die Quote der Bewerbenden und die der erfolgreich besetzten Professuren signifikant zu erhöhen. Der Gewinnung von Professorinnen kommt eine besondere Bedeutung zu, um einerseits einen adäquaten Beitrag für die Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft zu leisten und andererseits der unterdurchschnittlichen Professorinnenquote mit Nachdruck entgegenzuwirken. Die zentralen Ziele sind, die Sichtbarkeit der FHWS als Arbeitgeberin zu erhöhen, innovative Rekrutierungs- und Qualifizierungswege für professorales Personal zu konzipieren
und zu pilotieren, wissenschaftlichen Nachwuchs pro-aktiv zu fördern, eine Personalentwicklung zu etablieren und damit existierendes Personal intensiver zu betreuen sowie die Familienfreundlichkeit an der FHWS zu erhöhen.

ProPere FHWS fußt auf fünf Säulen, die neue und innovative Wege der Rekrutierung und Qualifi-zierung von professoralem Personal umfassen. So werden sowohl nach innen gerichtete Maßnahmen, wie z. B. die Schaffung einer Plattform zum Austausch und der Vernetzung von Professorinnen und Professoren als auch nach außen gerichtete Maßnahmen, wie z. B. der Aufbau eines Alumnimarketings in den Blick genommen.

Die fünf Teilvorhaben wurden aus den Ergebnissen der Stärken-Schwächen-Analyse entwickelt. Sie stellen die konsequente Aufarbeitung der ermittelten Schwächen dar und bieten die Chance, dass sich die FHWS langfristig als attraktive Arbeitgeberin in der Hochschullandschaft etablieren und somit die offenen Professuren möglichst schnell und mit exzellentem Personal besetzen kann.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Einen Kern der Maßnahmen bildet die Pilotierung innovativer Professurmodelle wie Schwerpunktprofessuren und Tandem-Programme mit regionalen Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft. Flankiert wird dies von Maßnahmen, die die Sichtbarkeit der FHWS als Arbeitgeberin erhöhen z. B. innovative Marketingstrategien und Kampagnen, Nachwuchsförderung durch stärkere Integration und Förderung von Lehrbeauftragten, Personalentwicklung durch gezielte Begleitung von Professo-rinnen und Professoren und Angeboten zur Erhöhung der Mitarbeitendenzufriedenheit sowie der Etablierung eines Familienservice und einer Kinderbetreuung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Teilweise wurden die Maßnahmen selbst entwickelt, teilweise fand eine Anpassung und Über-ragung von etablierten Ansätzen zur Nachwuchsförderung und Personalgewinnung auf hochschulspezifische und regionale Belange statt. Allen Maßnahmen liegt eine Bedarfsermittlung auf Basis von quantitativen und qualitativen Befragungen, Standort-, Arbeitsmarkt- und Benchmarkanalysen sowie verschiedenen Workshops mit Professorinnen und Professoren und externen (Personal-) Dienstleistern zugrunde. Auf dieser Basis wurden Maßnahmen konzipiert, zunächst im Team reflektiert, mit Experten diskutiert und schließlich in der Hochschulleitung abgestimmt.

Mit Unterstützung einer auf Employer Branding spezialisierten Agentur erfolgte die Prüfung des Markenauftritts der FHWS als Arbeitgeberin. Die Ergebnisse und Empfehlungen dieser Studie flossen in die Maßnahmenkonzepte ein.