GEPP

Fachhochschule Südwestfalen

Herausforderungen der Hochschule

Als Flächenhochschule mit fünf Standorten in Südwestfalen verfügt die FH Südwestfalen über eine hervorragende Verankerung in der Region. Die Regionalität kann für die professorale Personalgewinnung jedoch auch eine Herausforderung darstellen. So gaben in einer internen Umfrage von 2019 63 % der neuberufenen Professorinnen und Professoren an, die FH Südwestfalen vorher nicht gekannt zu haben. Darüber hinaus ergeben sich durch die geographische Streuung unterschiedliche Rahmenbedingungen an den Hochschulstandorten, wodurch auch die Herausforderungen differieren.

Beispielhaft sind hier die demographische Entwicklung, die Infrastruktur, die Gehaltsniveaus, die Fächervielfalt und damit auch die Wettbewerbssituation mit anderen Hochschulen und Arbeitgebern zu nennen.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Das Ziel der Hochschule Südwestfalen ist der Auf- und Ausbau sowie die Erprobung von Strukturen zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals. Das Vorhaben der FH Südwestfalen zielt dementsprechend darauf ab, gut qualifiziertes und hochmotiviertes Personal als strategischen Faktor für den Erfolg der Hochschule langfristig zu sichern. Konkret soll die Gruppe der Professorinnen und Professoren dabei über den Auf- bzw. Ausbau und die Erprobung hochschulspezifischer Strukturen in zwei Bereichen, nämlich der Personalgewinnung sowie der Personalentwicklung, gezielt in den Blick genommen werden.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Das Projekt der FH Südwestfalen beinhaltet die folgenden fünf Teilvorhaben, die jeweils mit entsprechenden Maßnahmen hinterlegt sind:

  • Aufbau eines Medienpools. Dieser setzt sich aus authentischem Bild-, Video- und Textmaterial zur multimedialen Verwendung zusammen.
  • Erstellung und Einsatz von Personalmarketinginstrumenten. Aufbauend auf dem Medienpool werden eine Karrierewebseite und Arbeitgeberprofile entwickelt sowie die Stellenausschreibungen überarbeitet.
  • Ausbau der Informationswege zum Thema „Karrierewege FH Professur“. Eine gezielte Image-Kampagne soll die Sichtbarkeit nachhaltig fördern.
  • Einrichtung einer Stelle zur Förderung des professoralen Nachwuchses. Sämtliche Aktivitäten zur Förderung und Begleitung entlang der Stufen wissenschaftlicher Karriere sollen transparent gebündelt werden.
  • Organisation und Durchführung von Tandem-Programmen. Diese Maßnahme nimmt die Gruppe der Post-Docs gesondert in den Blick und soll eine gezielte Förderung des Erwerbs berufspraktischer Erfahrung außerhalb der Hochschule ermöglichen.

 Die Maßnahmen sind global an den „Empfehlungen zur Personalgewinnung und -entwicklung an Fachhochschulen“ des Wissenschaftsrats (2016) orientiert, da diese Ansatzpunkte für die gezielte Bearbeitung der Analyseergebnisse bieten. Auf Basis der Analyseergebnisse wurden relevante und strukturwirksame Maßnahmen ausgewählt, die anhand der hochschulspezifischen Stärken, Schwächen, Chancen und Herausforderungen spezifiziert und inhaltlich erarbeitet wurden.