ZAPOTHR

OTH Regensburg

Quelle: Florian Hammerich

Herausforderungen der Hochschule

In der vorgelagerten Analysephase wurden vier zentrale Punkte identifiziert:

  • Hoher Personalbedarf, vor allem bei Zukunftsthemen: Bis 2030 werden in allen Fakultäten mindestens 25 Prozent der aktuellen Professorinnen und Professoren in Ruhestand gehen. Bereits bis 2023 sind etliche neue Stellen in Aussicht gestellt, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm Hightech Agenda Bayern. Viele Stellen entstehen vorrangig im Bereich der Zukunftsthemen Informatik, künstliche Intelligenz und Digitalisierung.
  • In den letzten zehn Jahren ist die Zahl und die Bedeutung der wissenschaftlichen Mitarbeitenden und der kooperativen Promotionen stark gestiegen. Hier besteht das Potenzial, dass künftige Professorinnen und Professoren aus diesem Kreis gewonnen werden können.
  • Die OTH Regensburg ist in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen: Während des Ausbauprogramms von 2007/08 bis 2017/18 hat die Zahl der Studierenden (plus 97 Prozent) deutlich stärker zugenommen als die Zahl der Professorinnen und Professoren (plus 43 Prozent). Ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen ist das Forschungsvolumen - sowohl in der Zahl der in der Forschung beschäftigten Personen als auch der eingeworbenen Drittmittel, die sich im angegebenen Zeitraum verfünffacht haben.
  • Die Hochschule baut weitere hochschul- und fakultätsübergreifende Strukturen auf. So wird zum Beispiel mit dem 2020 gegründeten Regensburg Center for Artificial Intelligence (RCAI) die Kompetenz der OTH Regensburg im Bereich der künstlichen Intelligenz sichtbar. In der Lehre wird das Thema Digitalisierung in der Regensburg School of Digital Sciences (RSDS) gebündelt. Herausforderung wird es sein, eine erfolgreiche Kooperation in und mit diesen neuen Strukturen zu etablieren.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Mit Blick auf die Zahl der zu besetzenden Stellen bis 2030 wurde Handlungsbedarf in der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber und bei den zeitnah anstehenden Verfahren gesehen. Vor allem Frauen als potenzielle Bewerberinnen und technische Zukunftsthemen sollten hier in den Fokus gerückt werden. Des Weiteren will sich die OTH Regensburg auf eine zweite Spitze bei der Rekrutierung von Professorinnen und Professoren ab 2029 optimal vorbereiten. Um auch das bereits bestehende Personal an die OTH Regensburg zu binden, sollen Entwicklungs- und Professionalisierungsangebote geschaffen werden. Außerdem soll die Zusammenarbeit in fakultätsübergreifenden Kooperationen verbessert werden.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Im Projekt ZAP.OTHR – Zukunft akademisches Personal der OTH Regensburg sind zehn Teilvorhaben geplant, die an verschiedenen relevanten Schnittstellen auf dem Karriereweg zur Professur ansetzen und sich drei Handlungsfeldern zuordnen lassen: Wahrnehmung als Arbeitgeber, Rekrutierung sowie Integration und Entwicklung.

Im erst genannten Handlungsfeld soll mittels Kommunikationsmaßnahmen die Sichtbarkeit als Arbeitgeber erhöht und mit der Ausweitung von Forschungsprofessuren neue Zielgruppen erreicht werden. Die Evaluation von Karrierewegen soll begleitend ein besseres Verständnis von der Zielgruppe schaffen.

Im Handlungsfeld Rekrutierung soll der eigene Nachwuchs an der OTH Regensburg stärker gefördert und der Karriereweg zur Professur ins Bewusstsein gerückt werden. Mit zielgruppengerechten Maßnahmen zur aktiven Identifikation von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern sowie der Schaffung von Vernetzungsplattformen mit Personen in der Industrie soll der Pool an Interessierten vergrößert werden.

Im letzten Handlungsfeld Integration und Entwicklung sollen die Neuberufene und die bestehenden Professorinnen und Professoren in den Fokus gerückt und ein fakultätsübergreifendes Integrationsprogramm etabliert werden. Schwerpunktprofessuren sowie fakultätsübergreifende Entwicklungsangebote dienen der Weiterentwicklung in einer Professur.