PROF-HSPF

Hochschule Pforzheim

Quelle: HS Pforzheim
Quelle: HS Pforzheim

Herausforderungen der Hochschule

Pforzheim im Enzkreis als traditionelle Arbeiterstadt muss sich behaupten zwischen den großen Hochschulstandorten Stuttgart und Karlsruhe in direkter Nachbarschaft. Pforzheim ist bekannt als Goldstadt, was auf einer langen Tradition in der Schmuckindustrie beruht. Insgesamt zählen Pforzheim und der Enzkreis heute über 11.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schmuck- und Uhrenindustrie. Zusätzlich leben und arbeiten hier zahlreiche Schmuckdesignerinnen und Designer, die den Schmuck per Hand fertigen. Dazu leistet die Hochschule einen großen Beitrag mit der Ausbildung der Designerinnen und Designer an der Fakultät für Gestaltung.

Die Hochschule Pforzheim in ihrer heutigen Form entstand 1992 aus einer Fusion der Fachhochschule für Wirtschaft FHW und der Fachhochschule für Gestaltung FHG. Der ausgezeichnete Ruf der Hochschule lockt sowohl Studierende als auch Lehrpersonal nach Pforzheim – obwohl die Stadt keine typische Studentenstadt ist und auch die Innenstadt wenig Charme und Flair versprüht. Die zukünftige Herausforderung der Hochschule liegt darin, die Vorteile der Stadt und Region stärker zu betonen, um verstärkt als attraktiv wahrgenommen zu werden.

Generell herausfordernd ist die Bewerberlage in der Fakultät für Technik. Konkret bedeutet dies, dass vakante Professuren in der Regel mehrmals ausgeschrieben werden müssen, bis eine ausreichende Zahl an geeigneten Bewerbungen eingeht. Mögliche Gründe sieht die Personalabteilung in den zum Teil sehr speziellen Berufungsgebieten. Die gesuchten Spezialistinnen und Spezialisten, von denen es nur wenige gibt, sind auch in der Wirtschaft sehr gefragt und brauchen gute Argumente für einen Wechsel an die Hochschule. Hinzu kommt, dass der Frauenanteil unter den Bewerbungen sehr gering ist, was die Anzahl der Bewerbungen zusätzlich minimiert.

Die Bewerberlage in der Fakultät für Wirtschaft und Recht ist etwas besser; generell ist die Anzahl der Bewerbungen auf vakante Professuren höher als in der Technik. Dennoch sind häufig mehrmalige Ausschreibungen nötig, da die Bewerberinnen und Bewerber die Anforderungen zum Teil nicht erfüllen.

Die Bewerbersituation in der Fakultät für Gestaltung ist sehr unterschiedlich, je nach Berufungsgebiet. Generell laufen die Berufungsverfahren hier individueller ab als in den anderen zwei Fakultäten; zum Teil ist die Promotion keine Berufungsvoraussetzung.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Die Hochschule Pforzheim beschäftigt sich bereits intensiv mit Themen der Personalgewinnung und -entwicklung. Dennoch zeig sich, dass

… die Professur als Karrieremöglichkeit bei potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten noch bekannter werden sollte.

… die Attraktivität der Professur als Karriereziel und die Attraktivität der Hochschule Pforzheim als Arbeitgeber besser kommuniziert werden sollte.

… der Karriereweg zum Professor bzw. zur Professorin der Zielgruppe transparent dargestellt werden sollte.

… Netzwerke ausgebaut werden sollten.

… ein Fokus auf dem Thema Frauenförderung liegen sollte.

… mit der Berufung auf eine Professur die persönliche und berufliche Entwicklung im Hinblick auf das Anforderungsprofil der Hochschule nicht zum Stillstand kommen darf.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Die Hochschule Pforzheim möchte folgendes Maßnahmenpaket umsetzen: Jobprofile schärfen; Rekrutierungsoffensive starten; Pilotprojekte etablieren; Personal entwickeln. Die Interviews mit verschiedenen Stakeholdern zeigten auf, dass die Maßnahmenplanung der Hochschule zielgruppenspezifisch und individuell sein muss. „Den einen Professor bzw. die eine Professorin von morgen“ gibt es nicht. Daher ist es der Hochschule Pforzheim wichtig, die Maßnahmen passgenau und bedarfsorientiert auf die jeweilige Zielgruppe zuzuschneiden.