InnoPROF

Hochschule Biberach & Hochschule Neu-Ulm

Herausforderungen der Hochschule

Die Hochschulen Biberach und Neu-Ulm eint eine zukunftsorientierte Bildung ihrer Studierenden, die sich über die Fachlichkeit hinaus auf die Persönlichkeitsentwicklung bezieht. Studierende sollen zu verantwortungsvoll handelnden Zukunftsgestaltern qualifiziert werden. Essentiell hierbei sind die Lehrenden in ihrer Vorbildfunktion, die sich weit über die Rolle der Wissensvermittler hinaus erstreckt. Darüber hinaus erwarten die beiden Hochschulen von ihren Professorinnen und Professoren aktive und dauerhafte Forschungs- und Transferaktivitäten sowie interdisziplinäres und agiles Arbeiten. Ihr gesetzlicher Auftrag im Hinblick auf Forschung, Lehre, Studium und Weiterbildung wird nicht als isoliertes Feld verstanden, sondern als ineinandergreifende Aspekte der Wissensgenerierung und -vermittlung. Damit die Hochschulen ihre Rolle als aktive Transferhochschulen in der Region wahrnehmen können, benötigen sie neue Kompetenzen ihres Personals und hierfür neue Wege der Gewinnung.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

„Die Grundfesten unseres Wirkens in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterliegen disruptiven Veränderungen, deren Geschwindigkeit und Komplexität zunehmen. Die InnoPROF-Hochschulen identifizieren, gewinnen und entwickeln professorales Personal als Transformatorinnen und Transformatoren des Wandels, das die Hochschulen befähigt, in der bundeslandübergreifenden Region in praxisrelevanter Lehre, angewandter Forschung und rekursivem Transfer nachhaltigzu wirken.“

 Gemäß diesem Leitbild ist das Ziel von InnoPROF die Identifizierung, Gewinnung und Entwicklung von Kompetenzen für digitale und nachhaltige Innovation und Transformation. Bis 2026 streben dieHochschulen Biberach und Neu-Ulm an, ihre Leistungsfähigkeit in der Region durch innovative Strukturen, Methoden und Prozesse der Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals zu erhöhen. Damit entwickeln sie die Hochschulen weiter zu Mode-3-Hochschulen, unterstützen den disruptiven Wandel an den Hochschulen, der mit der Gründung des Hochschulverbundes InnoSÜD – gefördert im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Innovative Hochschule“ – begonnen hat und seither in zahlreichen weiteren Verbundprojekten gelebt wird. Explizite Handlungsfelder und deren nachhaltige Verankerung sind:

  • Berufungsprozesse professionalisieren
  • Diversity strukturell verankern
  • Arbeitgeberattraktivität erhöhen

Das Motto des Verbunds „Powered by shared knowledge“ verweist auf das gemeinsame Ziel: die Kooperation unter den Hochschulen sowie mit Wirtschaft, Gesellschaft und Politik dank des Wissens und der Kompetenzen des professoralen Personals.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Die Hochschulen Neu-Ulm und Biberach haben sich zu einem Verbundprojekt zusammengefunden, sodass das Projekt gemeinsam durchgeführt wird und so eine hohe Synergie und Erfahrungsaustausch erzeugt wird. Entsprechend sind die Maßnahmen als gemeinsame Projektmaßnahmen zu verstehen, auch wenn sie teilweise zunächst nur an einer der beiden Hochschulen erprobt werden. Insgesamt bewegen sich die Hochschulen in drei Handlungsfeldern:

Im Handlungsfeld 1 sollen Berufungsprozesse professionalisiert und neue Professurmodelle wie zum Beispiel Forschungs- oder Schwerpunktprofessuren entwickelt werden.

Im Handlungsfeld 2 soll Diversity strukturell verankert werden. Das soll über die Etablierung eines Triple-Career-Netzwerks, der Entwicklung des InnoPROF-Mentoring und des Audits „familiengerechte Hochschulregion“ gelingen.

Im Handlungsfeld 3 soll die Attraktivität der Hochschulen als Arbeitgeber erhöht werden. Neben der Durchführung einer virtuellen Hochschulmesse sind hier eine crossmediale Employer-Branding-Kampagne und die Entwicklung einer Kooperationsplattform geplant.