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Technische Hochschule Mittelhessen

Quelle: THM
Quelle: THM

Herausforderungen der Hochschule

Die Technische Hochschule Mittelhessen mit ihren drei Studienorten Gießen, Friedberg und Wetzlar hat eine stark ingenieurwissenschaftliche Ausrichtung. Durch ihre gemeinsamen Forschungsprojekte mit Unternehmen ist sie ein Technologiemotor der Region.

Gerade mit ihrer technisch-ingenieurwissenschaftlichen Ausrichtung steht die THM jedoch vor der Herausforderung, professorales Personal zu gewinnen und an die Hochschule zu binden. Die Hochschulen stehen in einem direkten Wettbewerb mit der Industrie um die besten Köpfe. Während die Wirtschaft/Industrie insbesondere mit hohen Gehältern lockt, müssen die Hochschulen andere Vorteile in den Blick rücken und innovative Konzepte zur Personalgewinnung entwickeln.

Obwohl die THM bei den intern und extern befragten Gruppen als sehr guter Arbeitgeber mit einer positiven Hochschulkultur, guten Forschungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen wahrgenommen wird, wird dies in der Außendarstellung zu wenig hervorgehoben.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Bei der Akquise von mehr Personal für eine Professur an der THM soll an verschiedenen Punkten auf dem Weg der Hochschulkarriere angesetzt werden. So sollen neue Karrierepfade für verschiedene Einstiegsoptionen in die HAW-Professur geschaffen und erprobt werden – sowie unter Nutzung der regionalen Netzwerke potentielle Kandidatinnen und Kandidaten proaktiv auf die Karriereoption aufmerksam gemacht und bei der Erlangung der Professorabilität unterstützt werden. Einen Schwerpunkt sieht die THM dabei in der gezielten Anwerbung von Frauen. Auch sollen neue Arten von HAW-Professuren eingeführt und somit die Flexibilität und Vielfalt im Hochschulsystem erhöht werden, um veränderten Bedürfnissen der Zielgruppen gerecht zu werden. Des Weiteren sollen die Rahmenbedingungen insbesondere für neue Professorinnen und Profesoren verbessert werden, um den Einstieg attraktiver zu machen und das Klima für Professorinnen und Professoren und deren Partnerinnen und Partnern an der THM zu begünstigen. Zudem soll die Sichtbarkeit der THM als attraktiver Arbeitgeber für professorales Personal erhöht und der Karriereweg der THM-Professur besser beworben werden.

Die Besonderheit am Programm der THM ist, das ganz konkret neue Wege beschritten werden, um Talente für die THM zu gewinnen. Alle Maßnahmen werden evaluiert und entsprechend des Ergebnisses modifiziert oder ausgebaut und nach Möglichkeit verstetigt.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Die THM hat neue Maßnahmen entwickelt, um eine Karriere als HAW-Professur sichtbarer und attraktiver zu machen. Dazu wird eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema HAW-Professur an der THM eingerichtet.

Geplant ist die gezielte Ansprache von hochqualifizierten Nachwuchsforschenden (Scouting). Hierzu werden in Kooperation mit Partnern Karrierepfade entwickelt und erprobt, die zur THM-Professur führen – zum Beispiel durch die aktive Unterstützung bei der Erlangung der notwendigen Praxisphase durch kooperative Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region.

Um die Attraktivität von Professuren an der THM zu steigern und das Bewerberspektrum zu erweitern, will die THM neue Arten von Professuren anwenden. Es sollen zeitlich befristete Shared-Professuren implementiert werden, die es erlauben, anteilig Tätigkeiten an der THM und in einem Unternehmen zu haben. Hierzu wird auf den großen Pool der THM-Kooperationen mit Unternehmen zurückgegriffen. Auch soll das hohe Deputat von HAW-Professuren gerade für Neuberufene in Forschungsschwerpunkten der THM durch die Unterstützung von Lehrkräften für besondere Aufgaben aufgefangen werden.

Um neuberufene Professorinnen und Professoren zu stärken, sollen diese durch Onboarding-Maßnahmen als auch Programme zur kollegialen Beratung unterstützt werden. Auch sollen spezielle Anwerbemaßnahmen für Frauen durchgeführt werden. Alle unterstützenden Maßnahmen sowie die Attraktivität der THM als Arbeitgeber sollen durch entsprechende Außendarstellungen veröffentlicht werden.