SenseResponse

Karlshochschule International University

Herausforderungen der Hochschule

Die Karlshochschule International University ist interessiert an Persönlichkeiten, die den Gedanken der gesellschaftlichen Transformation in Theorie und Praxis leben. Sie sieht sich der Herausforderung ausgesetzt, dass Professorinnen und professoren ein hohes Maß an persönlicher Motivation mitbringen müssen, um sie für eine Arbeit an der Hochschule zu begeistern. Als Fachhochschule kann sie Forscherpersönlichkeiten nicht mit den Freiräumen von Forschungsfreiräumen von Universitäten begeistern, sie kann Praktikerinnen und Praktiker nicht mit den Verdienstmöglichkeiten in der Privatwirtschaft überzeugen und über allem kann sie als Hochschule in privater Trägerschaft nicht mit einer Verbeamtung locken. So soll das Projekt helfen, Leute zu begeistern und sie auch bei beruflichen Erfolgen langfristig an die Karlshochschule zu binden.

Zentrale Ziele und Ankmüpfungspunkte

Die Grundidee von SENSE and RESPONSE ist es, einen Raum bereitzustellen, in dem Professoren aktiv an Sense-making-Prozessen mitgestalten können. Sie arbeiten an Projekten mit, die für sie persönlich sinnstiftend (SENSE) sind – und erhalten in der Institution der Karlshochschule Resonanz für ihre Projekte (RESPONSE). Sinnstiftung wird hier nicht nur als persönliche Selbstverwirklichung verstanden, sondern als ein Prozess von institutionellen Rückkopplungen. Zugleich wirkt die Hochschule mit ihren sinnstiftenden Angeboten in die Gesellschaft hinein und verspricht sich Resonanz aus der Gesellschaft. Die Hochschule verspricht sich davon vieles: Zentrales Ziel ist es, Professorinnen weiterhin zu begeistern, das hohe Maß an Eigenmotivation zu erhalten und Fluktuation zu reduzieren. Darüber hinaus möchte sie durch Projekte, mit denen sie nachhaltige Resonanz aus der Gesellschaft erhält, ihre Bekanntheit und ihre Attraktivität erhöhen, um auch in Zukunft Professuren erfolgreich zu besetzen.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Die Karlshochschule International University richtet für die kommenden sechs Jahre eine Schwerpunktprofessur ein, deren Deputat auf die Hälfte reduziert wird. Diese Schwerpunktprofessur übernimmt ab dem 1. Juni 2021 Professor Dr. Dr. Björn Bohnenkamp. Im Rahmen seiner Freistellung leitet er das Reallabor „Future Democracies“, das die Hochschule gemeinsam mit dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe ins Leben rufen wird. Damit orientiert sich die Hochschule an einer vom BMBF und vom Land Baden-Württemberg vorgeschlagenen Maßnahme und reichert sie mit einem eigenständigen Konzept an. Dieses Reallabor ist im hohen Maße dafür geeignet, Projekte der gesellschaftlichen Transformation zu erproben und mit verschiedenen Partnern aus Ökonomie, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft in einen Dialog zu treten. Die Hauptsäulen des Reallabors sind von einer Promotionsstelle vorgenommene eigene Forschungen und ein interaktives Veranstaltungsprogramm.