Zukunft FH-PROF

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst -Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Quelle: HAWK
Quelle: HAWK

Herausforderungen der Hochschule

Die HAWK ist eine mittelgroße Fachhochschule im Raum Südniedersachsen mit sechs Fakultäten an drei Standorten (Hildesheim, Göttingen, Holzminden). Das Fächerspektrum reicht von Nischenfächern wie Restaurierung über klassische fachhochschultypische Fächer wie Soziale Arbeit über Ingenieurdisziplinen bis hin zu neu zu akademisierenden Therapiewissenschaften. Gerade bei den Therapiewissenschaften (Gesundheitsberufe) ist ein Mangel an promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern systeminhärent. In Kombination mit vergleichsweise hohen Anforderungen an Qualifikationskriterien führt dieses nachweislich dazu, dass viele Berufungsverfahren mangels geeigneter Bewerberinnen und Bewerber nicht erfolgreich abgeschlossen werden können. Eine Besonderheit der HAWK ist, dass es nicht „das“ Problem bei der Rekrutierung geeigneten professoralen Personals gibt, sondern die Probleme so vielfältig, wie das Fächerspektrum und die Unterschiedlichkeit der Standorte der Hochschule sind.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Grundlage und eine Besonderheit dieses Vorhabens ist eine ausführliche, belastbare und datengestützte Stärken-Schwächen-Analyse, die fachspezifisch, standortspezifisch und geschlechtsspezifisch in Zusammenarbeit mit den Fakultäten durchgeführt wurde. Die Daten stützen sich auf die Auswertung von ca. 100 Berufungsberichten der vergangenen zehn Jahre sowie auf Daten aus Interviews und Fragebögen, die an den Fakultäten erhoben wurden. Hieraus leiten sich belastbar die fünf Kernziele des Vorhabens ab:

  • Wir müssen in den Verfahren schneller werden!
  • Die Hochschule und die Karriere der FH-Professur müssen in der Region bekannterund attraktiver dargestellt werden!
  • Wir müssen dafür sorgen, dass die sogenannten K-Kriterien (lt. NHG) erreicht werden und qualifizieren!-Wir müssen uns regional und international besser vernetzen!-Wir müssen unseren FH-spezifischen Nachwuchs promovieren!

Zentrales Ziel des Vorhabens ist es, den eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und in allen berufungsrelevanten und -klassifizierenden Bereichen auszubilden. Dieses bedeutet besonders, die lt. NHG geforderten berufspraktischen Zeiten außerhalb der Hochschule sowie die hohen Anforderungen an eine Promotion zu erfüllen. Eine Besonderheit stellt hierbei die Fokussierung auf die Akademisierung der sogenannten Gesundheitsberufe (Therapiewissenschaften) durch eigene Promotionskollegs dar, die systemwirksam den systeminhärent fehlenden akademischen Nachwuchs ausbilden. 

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Die Umsetzung der Ziele erfolgt über entsprechend angepasste organisatorische, personelle und strukturbildende Maßnahmen, welche

  • die Optimierung des Berufungsprozesses zur Professionalisierung und Verkürzung der Berufungsverfahren,
  • ein nationales und internationales Personalmarketing und Vernetzung zur Sichtbarmachung des Karrierewegs FH-Professur, Steigerung qualifizierter Bewerbungen und Besetzung nichtakademisierter Studiengänge durch internationale Professoreninnen und Professoren,
  • die berufspraktische Nachqualifikation promovierter Personen außerhalb der Hochschule zur Bindung des eigenen Nachwuchses in schwer zu besetzenden Fachrichtungen,
  • die Stärkung der Internationalisierung und regionalen Vernetzung und-die wissenschaftliche Nachqualifikation in nicht- bzw. neuakademisierten Studiengängen der Gesundheitsberufe zur Generierung und Bindung des eigenen Nachwuchses
    beinhalten.

Die Maßnahmen bauen auf den Besonderheiten der HAWK auf und wurden maßgeschneidert neu entwickelt bzw. aus Best-Practice-Beispielen angepasst. So liegt zum Beispiel ein Fokus des Konzepts auf den Gesundheitsberufen, welche in Deutschland neuakademisiert sind, weshalb Maßnahmen entwickelt wurden, um Fachkräfte aus dem europäischen Ausland zu rekrutieren bzw. selber über ein Promotionskolleg auszubilden.