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Frankfurt University of Applied Sciences

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Herausforderungen der Hochschule

Die Frankfurt UAS plant bis 2026 die Neu- bzw. Wiederbesetzung von ca. 120 Professuren. Das entspricht etwa einem Drittel des künftigen professoralen Personals. Gleichzeitig bestehen im Ingenieurs- und Informatikbereich Schwierigkeiten, genügend geeignete Bewerberinnen und Bewerber anzuziehen. Ähnliches gilt für einige Fachgebiete der Rechts- und Gesundheitswissenschaften. Ursächlich hierfür ist unter anderem ein Gehaltsgefälle zur Privatwirtschaft sowie in Gesundheitsberufen die noch geringe Akademisierung.

Frankfurt am Main und das RheinMain-Gebiet sind Sitz vieler Wissenschaftseinrichtungen. Gleichzeitig bestehen aber auch hervorragende Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen einer zunehmenden Vernetzung. Um auch in Zukunft hervorragendes Forschungspersonal für die Frankfurt
UAS zu begeistern und zugleich die Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) bundesweit und international bekannter zu machen, wurde PROFfm ins Leben gerufen.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Mit PROFfm möchte die Frankfurt UAS:

  • HAW-Professuren als attraktive Karriereoption bekannter machen und zielgruppenspezifisch bewerben
  • neue, attraktive Stellen und Beschäftigungsformate an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis schaffen
  • Berufungs- und Auswahlprozesse weiter optimieren
  • die Arbeitsbedingungen von Professorinnen und Professoren verbessern und flexibilisieren
  • Berufungen und Entwicklungsangebote noch stärker an der Hochschulstrategie ausrichten
  • ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei Professorinnen und Professoren erreichen

Um die Ziele erfolgreich umzusetzen und Synergieeffekte zu nutzen, werden die Maßnahmen eng mit den strategischen Entwicklungsvorhaben der Frankfurt UAS verzahnt. Das Projekt ist außerdem in die Berufungsplanung der Hochschule eingebettet und garantiert somit einen ganzheitlichen Ansatz.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

An der Umsetzung von insgesamt 16 Projektmaßnahmen sind verschiedene Stellen in Fachbereichen und Zentralverwaltung beteiligt. Um HAW-Professuren als Karriereoption bekannter zu machen, arbeitet das Projekt ein zielgruppengerechtes Kommunikationskonzept aus und setzt es um. Gemeinsam mit Partnern baut das Team das Netzwerk „Flexible Wissenschaftskarrieren in Frankfurt und Rhein-Main“ auf. Es schafft neue Beschäftigungsformate zur Verbindung von Praxis und Wissenschaft, das heißt: Tandemstellen auf allen Ebenen der HAW-Karriere: Praxis-Promotionen, Praxis-Postdocs und Kooperative Professuren. PROFfm entwickelt die Berufungs- und Auswahlprozesse weiter, indem Abläufe optimiert, professionelle Personaldiagnostik einbezogen und die internationale Rekrutierung ausgeweitet werden. Um die Arbeitsbedingungen der Professorinnen und Professoren zu verbessern und flexibler zu gestalten, vergibt das Projekt künftig konzeptbasiert 10 Innovationsprofessuren, die – durch mehrjährige Lehrentlastung – Zeit zur Verwirklichung strategisch bedeutsamer Vorhaben bieten. Zur Steuerung der einzelnen Maßnahmen wird eine Koordinations- und Beratungsstelle eingerichtet, die auch individuelle Karriereberatungen für potenzielle HAW-Professorinnen und -Professoren anbietet. Alle Maßnahmen werden zwischendurch und abschließend evaluiert. Erfolgreiche Maßnahmen sollen nachhaltig etabliert werden.