Quelle: HTW Dresden / Peter Sebb

Prof@HTW2025

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Herausforderungen der Hochschule

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden ist mit 4.800 Studierenden, 170 Professorinnen und Professoren und 480 Beschäftigten die zweitgrößte Hochschule der Landeshauptstadt Sachsens. Im Jahr 1992 gegründet, reiht sie sich heute ein in die Spitzengruppe der deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. In den nächsten Jahren werden ca. 25 % der Professuren neu besetzt und das einhergehend mit der stetigen strategischen Weiterentwicklung der Profillinien und der Hochschule insgesamt. Der demographische Wandel nach der Wende führte zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang. Die Konkurrenz an Studienangeboten vor Ort durch die TU Dresden und die Berufsakademie Sachsen ist enorm. International angesehene Forschungseinrichtungen und große Industrieansiedlungen ziehen hochqualifizierte Fachkräfte in die Stadt. Gleichzeitig sinkt bei Schulabgängerinnen das Interesse an technischen Studiengängen seit Jahren. Vor allem in den MINT-Bereichen gilt es, den Frauenanteil nachhaltig zu fördern.  

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Das Berufsbild der HAW-Professur an der Hochschule soll klar herausgearbeitet, als Karriereoption für die Zielgruppe attraktiv und mithilfe moderner Marketinginstrumente überregional und international beworben werden. Gemeinsam mit Netzwerkpartnern werden Karrierewege für Kandidatinnen und Kandidaten der Zielgruppe und unterstützende Qualifizierungs-, Beratungs- und Beschäftigungsangebote entwickelt und eingeführt. Es wird eine möglichst große Vernetzung der an verschiedenen Forschungseinrichtungen und in der Wirtschaft tätigen Postdocs am Wissenschaftsstandort Dresden angestrebt. Netzwerkpartner aus Wissenschaft (z. B. DRESDENconcept, Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden) und Wirtschaft (z. B. Silicon Saxony e. V.) unterstützen dabei.

Neue Arbeitsmodelle wie z. B. Teilzeit- und Tandem-Professuren, Gast- und Forschungsprofessuren sollen die HAW-Professur an der HTW Dresden auch für Kandidatinnen und Kandidaten attraktiv machen, die bisher diese Karriereoption nicht präferiert haben.

Das Berufungsverfahren soll einerseits individueller und flexibler werden, andererseits auch transparenter und an Standards der Wirtschaft orientiert. Hierzu werden u. a. unterstützende digitale Anwendungen eingeführt. Ein Berufungsverantwortlicher wird die Berufungskommissionen bei der Auswahl und der Nutzung von Assessment- und weiteren Anwendungen in Berufungsverfahren beraten und coachen.

Insgesamt soll mit allen Maßnahmen die Sichtbarkeit der HTW Dresden als attraktive Arbeitgeberin für Professorinnen und Professoren dauerhaft erhöht und eine breitere Zielgruppe von Kandidatinnen und Kandidaten aktiviert werden.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Das Berufsbild der HAW-Professur mit seinen Vorteilen und Attraktivitätsfaktoren wird dauerhaft, z. B. in eigenen Veranstaltungen und denen von Projekt- und Netzwerkpartnern beworben. Hierzu werden auch zunehmend adäquate social-media-Netzwerke und -Kanäle genutzt. Moderne Marketinginstrumente wie personae und candidate journeys werden entwickelt, um Kandidatinnen und Kandidaten zu adressieren. Die Netzwerke von regionalen und zunehmend auch überregionalen Projektpartnern und Kandidatinnen und Kandidaten fördern zum einen die Bewerbung des Berufsbildes der HAW-Professur, zum andern fördern sie durch Synergien und best-practice die gemeinsame Entwicklung und Vermittlung von Karrierewegen für Postdocs und individuellen passfähigen Qualifizierungsangeboten und Fördermöglichkeiten. Befristete Gastprofessuren eröffnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Aufgaben und Anforderungen einer HAW-Professur praktisch zu erfahren und sich für diesen Karriereweg zu qualifizieren. Hochschulseitig sollen Gastprofessorinnen und -professoren und Kandidatinnen und Kandidaten über Lehraufträge und in den Netzwerken möglichst zeitig in ihrer beruflichen Karriere und langfristig gebunden werden. Gemeinsame Professuren, z. B. mit einer Forschungseinrichtung eröffnen weitere Möglichkeiten der optimalen Nutzung begrenzter personeller Ressourcen und des wechselseitigen Wissenstransfers zwischen Hochschule und Forschung. Die Maßnahmen wurden gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelt und auf die jeweils bilateralen Bedürfnisse und Entwicklungen abgestimmt.