Sage_SAGE

Alice Salomon Hochschule Berlin

Quelle: ASH Berlin

Herausforderungen der Hochschule

Die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) ist die größte staatliche Hochschule für Soziale Arbeit, Gesundheit sowie Erziehung und Bildung (SAGE). Zwischen 2018 und 2022 wächst sie insgesamt um mehr als 40% landesseitig finanzierte Studienplätze. Sie soll den Fachkräftemangel im SAGE-Bereich reduzieren und an der Akademisierung der Gesundheitsberufe mitwirken. Die ASH Berlin benötigt entsprechend der rasanten Wachstumsentwicklung professorales Personal. Bei Ausschreibungen von Professuren in den neu akademisierten Disziplinen der Pflege- und Therapiewissenschaften, der Kindheitspädagogik sowie der Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit bewerben sich aber laut hochschulspezifischer Analyse nur wenige geeignete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gründe sind u. a. der fehlende fächerspezifische Nachwuchs aufgrund der Hürden, die Promovierende in SAGE-Disziplinen bis heute zu nehmen haben. 

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Die ASH Berlin möchte in ihrer derzeitigen ausgeprägten Wachstumsphase professorales Personal für die an ihr gelehrten SAGE-Disziplinen (Soziale Arbeit, Gesundheit und Erziehung und Bildung in der Kindheit) entwickeln, gewinnen und ihm attraktive Arbeitsbedingungen bieten, so dass es der Hochschule langfristig erhalten bleibt. Mit den geplanten Maßnahmen wird der relative Mangel an professoraler Lehre und die Überlastung der Hochschullehrenden etwas ausgeglichen und die Zusammenarbeit mit der beruflichen Praxis gestärkt. Durch die eingerichteten Schwerpunktprofessuren werden Professorinnen und Professoren der ASH Berlin in der Lehre entlastet. Sie können sich dadurch den Bereichen Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre, Diversity und Antirassismus, Transfer (Überführung von Wissen in die Praxis) und Third Mission (gesellschaftliche Aktivitäten), Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit, Gewinnung von internationalen, geflüchteten oder exilierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der (Rück-)Gewinnung von Praktikerinnen und Praktiker für wissenschaftliche Werdegänge widmen. Unterstützt werden die acht Schwerpunktprofessuren durch drei Wissenschaftsmanagement-Stellen. In den genannten Themenfeldern können die SAGE-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler profilbildend an der zukunftsorientierten Organisationsentwicklung der Hochschule mitwirken. Sie erhöhen damit deren Attraktivität als Arbeitgeberin für Wissenschaflterinnen und Wissenschaftler.

Die geplanten Maßnahmen sind das Ergebnis eines hochschulinternen Strategieprozesses, dem eine Analyse der Stärken und Schwächen vorausging. Den Mitgliedern und Gremien der Hochschule wurde die Möglichkeit gegeben, sich an der Diskussion über die strategische Ausrichtung zu beteiligen.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

Die Maßnahmen zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals untergliedern sich in drei Teilprojekte.

Das erste Teilprojekt „Aus der Disziplin für die Disziplin: Modellierung wissenschaftlicher Werdegänge bis zur Fachhochschulprofessur in SAGE-Disziplinen“ soll es den Hochschullehrenden durch die Einführung von Schwerpunktprofessuren ermöglichen, das SAGE-Profil und die interne Organisation der Hochschule leitbild- und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und dabei den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.

Im zweiten Teilprojekt „International und solidarisch“ wird die ASH Berlin mit gezielten Maßnahmen bundesweit und international geflüchtete, exilierte und BiPoC-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler an die FH/HAW einbinden und entsprechende Karrierewege- und Personalentwicklungspläne zu einer FH/HAW-Professur konzipieren und umsetzen.

In dem dritten Teilprojekt „Praxis professionell bis zur Professur – Erprobung der (Rück-) Gewinnung von Praktikerinnen und Praktiker für wissenschaftliche Werdegänge“ möchte die ASH Berlin durch eine intensive Zusammenarbeit mit Praxiseinrichtungen die Umsetzung wissenschaftlich fundierter Konzepte und Methoden in der beruflichen Praxis und die Entwicklung von Forschungsfragen aus der Praxis heraus fördern. Die Hochschullehrenden treten in den Dialog mit interessierten Alumni (ASH-Absolventinnen und -Absolventen), um diese für wissenschaftliche Werdegänge zu motivieren.